EPOS-Plan bildet die Energieversorgung eines Gebäudes, eines Betriebs oder eines Quartiers als zusammenhängendes System ab: Klima und Bedarf auf der einen Seite, Erzeuger, Speicher und Hydraulik auf der anderen, dahinter die Wirtschaftlichkeit. Alle Größen werden über 8.760 Stunden eines Jahres simuliert, sodass Gleichzeitigkeit, Speicherwirkung und Eigenverbrauch nicht abgeschätzt, sondern gerechnet werden.

Diese Seite gibt einen kurzen Überblick über die Bausteine des Programms. Die ausführliche Beschreibung jedes Themas – mit Modellansatz, Kenngrößen, Auslegungsregeln und Praxishinweisen – finden Sie auf der EPOS-Plan Wiki.

Randbedingungen

Am Anfang stehen Standort und Bedarf. Sie bestimmen alle nachfolgenden Ergebnisse und sollten deshalb zuerst festgelegt und geprüft werden.

  • Klimadaten – Stündliche Temperatur- und Strahlungsdaten, Höhenlage, Auslegungstemperatur und Heizgrenze.
  • Wärmebedarfsrechnung – Heizwärme, Warmwasser, Prozesswärme und Netzverluste – aus Kennwerten oder aus Verbrauchsdaten.
  • Strombedarf und Lastprofile – Lastgänge für Wohnen, Gewerbe und Industrie, Lastspitzen und zusätzliche Verbraucher aus der Wärmeseite.

Erzeuger

EPOS-Plan kombiniert beliebig viele Erzeuger in einer Einsatzreihenfolge und rechnet deren Zusammenspiel stundenweise durch.

  • Wärmepumpe – Kennfeld, Leistungszahl und Jahresarbeitszahl, Wärmequellen, Bivalenz und Booster-Konzepte.
  • BHKW – Kraft-Wärme-Kopplung, Auslegung nach Wärme- oder Stromkennzahl, Betriebsweisen und Vergütung.
  • Solarkollektoren – Kollektortypen, Wirkungsgradmodell, Ausrichtung und Einbindung in den Speicher.
  • Photovoltaik – Ertragsmodell, Teilfelder und Ausrichtung, Eigenverbrauch und Autarkie.
  • Kessel und Spitzenlast – Brennwert-, Biomasse- und Elektrokessel, Fernwärme, Auslegung und Taktverhalten.

Speicher

Speicher entkoppeln Erzeugung und Bedarf. Ihre Größe und Bewirtschaftung entscheiden über Eigenverbrauch, Laufzeiten und Wirkungsgrad des gesamten Systems.

  • Pufferspeicher – Kapazität, Schichtung, Verluste, Schaltschwellen und Zuordnung zu den Erzeugern.
  • Stromspeicher – Kenngrößen, Lade- und Entladestrategie, Dimensionierung und Zusammenspiel mit der Wärmeseite.

System und Hydraulik

Erst die hydraulische Einbindung macht aus einzelnen Komponenten eine funktionierende Anlage.

  • Hydraulikschemata – Prinzipschemata für Wärmepumpe, Booster, Speicher und Spitzenlast mit Vor- und Nachteilen.
  • Vergleich Energiebilanz – Bilanzgrenzen, Referenzvariante, Endenergie, Primärenergie und Emissionen im Variantenvergleich.

Wirtschaftlichkeit

Aus den Energieflüssen der Simulation entstehen unmittelbar die Zahlungsströme. Investition, Betriebskosten und Erlöse werden über den Betrachtungszeitraum bewertet.

  • Kostenrechnung – Investition, Instandhaltung, Brennstoff- und Strombezugskosten, Preissteigerung und Förderung.
  • Erlösrechnung – Stromvergütung, vermiedene Netzentgelte, Wärmeerlöse und Datengrundlage aus der Simulation.
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung – Kapitalwert, Annuität, Wärmegestehungskosten, Amortisation und Sensitivitäten.

Weiterführende Seiten

Wie die einzelnen Bausteine im Programm zusammenwirken, beschreibt der Programmablauf. Konkrete Projekte mit Zahlen zeigen die Anwendungsbeispiele, den schnellen Einstieg die Kurzanleitung.