Bericht erstellen

Am Ende eines Projekts steht die Ausgabe. EPOS-Plan führt Projektbeschreibung, eingesetzte Technik, Simulationsergebnisse und Wirtschaftlichkeit in einem Vergleichsbericht als Word-Datei zusammen und legt daneben eine Excel-Arbeitsmappe mit denselben Zahlen an. Gegenstand eines Berichts ist dabei nicht ein einzelnes Projekt, sondern eine Vergleichsgruppe: das Stammprojekt und die daraus abgeleiteten Varianten. Jeder Berichtslauf rechnet die beteiligten Projekte zuvor neu durch – erst die Simulation, dann die Wirtschaftlichkeit, dann das Dokument.

Diese Seite beschreibt den Arbeitsablauf im Programm. Die Bewertungsmethodik dahinter beschreibt die Unterseite Wirtschaftlichkeitsrechnung, die Ertragsseite die Erlösrechnung und die Umweltwirkung die Unterseite Schadstoffemissionen.

Inhalt dieser Seite

Vergleichsgruppe aus Stamm und Varianten

Varianten entstehen immer aus dem Stammprojekt. Bringen Sie das geöffnete Projekt auf den gewünschten Stand und rufen Sie Projekte › Als Variante speichern… auf; Sie vergeben einen Namen, unter dem dieser Stand als Variante weitergeführt wird. Jede Variante besitzt eigene Datensätze, sodass eine Änderung dort weder das Stammprojekt noch die übrigen Varianten berührt. Das Stammprojekt bleibt der Bezugspunkt: Alle Kennzahlen einer Variante werden als Differenz gegen den Stamm ausgewiesen. Welche Projekte der Gruppe in einen Bericht eingehen, wählen Sie im Dialog Projekte › Varianten/Bericht.

Bausteine des Berichts konfigurieren

Ein Bericht ist aus Bausteinen zusammengesetzt, die sich einzeln zu- und abschalten lassen – Projektbeschreibung, Komponentenübersicht, Ergebnisse je Variante, Variantenvergleich, Wirtschaftlichkeit, Anhang. So entsteht aus denselben Daten wahlweise eine knappe Entscheidungsvorlage oder eine vollständige Dokumentation. Die Zusammenstellung wird gespeichert und steht beim nächsten Bericht wieder zur Verfügung. Texte, Beschriftungen und Zahlenformate folgen der eingestellten Programmsprache Deutsch oder Englisch.

Der Berichtslauf

Jeder Lauf rechnet neu, in fester Reihenfolge: zuerst die frische Simulation aller gewählten Projekte, dann die Wirtschaftlichkeitsrechnung der gesamten Gruppe, erst danach die Bausteine des Dokuments. Word- und Excel-Ausgabe nehmen denselben Weg und weisen deshalb zwingend dieselben Zahlen aus. Ein Bericht steht damit nie auf einem überholten Simulationsstand – auch dann nicht, wenn zwischenzeitlich Eingaben geändert wurden. Der Lauf kostet entsprechend Zeit: Für drei Projekte sind rund 35 Sekunden zu veranschlagen, und der Dialog nennt die Zahl der beteiligten Projekte vor dem Start.

Schlägt die Rechnung für ein Projekt fehl, bricht der Lauf nicht ab. Das betroffene Projekt erscheint mit Namen und Begründung in der Abschlussmeldung, in der Anhangtabelle der Simulationsstände und im Kapitel mit den Hinweisen zum Berichtslauf. Einen halben Bericht ohne Hinweis gibt es nicht.

Der Word-Bericht

Der Word-Bericht ist als Vergleichsbericht aufgebaut: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und Projektbeschreibung einschließlich der Gebäudedaten, eine Komponenten-Matrix mit den Kenndaten und den Abweichungen je Variante, die Ergebnisse je Variante, der Variantenvergleich mit Differenz-Tabellen sowie ein Anhang mit den Simulationsständen und der Methodik. Eingebettet sind Kuchendiagramme der Bedarfsdeckung, Balkendiagramme für den Variantenvergleich und vier Ganglinien: Wärme-Jahresverlauf, Jahresdauerlinie, Strombilanz je Monat und Speicherverlauf. Alle Diagramme stammen aus der Simulation desselben Laufs, sodass keine gemischten Rechenstände nebeneinanderstehen.

Die Excel-Auswertung

Parallel entsteht eine Arbeitsmappe mit Kennzahlen-, Vergleichs- und Detailblättern. Sie enthält dieselben Ergebnisse in weiterverarbeitbarer Form – der richtige Weg, wenn Sie einzelne Werte übernehmen, eigene Auswertungen anhängen oder Zahlen in eine bestehende Angebotskalkulation überführen möchten.

Vorlage, Sprache und Ausgabe ohne Office

Der Word-Bericht entsteht aus einer mitgelieferten Vorlage, die sich an das eigene Erscheinungsbild anpassen lässt: Kopf- und Fußzeilen, Schriften und Farben bleiben in Ihrer Hand, ohne dass am Aufbau des Berichts etwas zu ändern wäre. Beide Dateien schreibt EPOS-Plan selbst – eine Office-Installation ist weder für den Word- noch für den Excel-Bericht erforderlich. Zum Öffnen und Weiterbearbeiten genügt jedes Programm, das die Formate lesen kann.

Hinweise für die Praxis

Legen Sie Varianten so an, dass sich jeweils nur eine Größe unterscheidet – Maschinengröße, Speichervolumen, Betriebsmodus oder Erzeugerreihenfolge. Nur dann lässt sich eine Differenz im Vergleich eindeutig einer Ursache zuordnen. Halten Sie die Randbedingungen der Bewertung über alle Varianten hinweg gleich, sonst vergleicht der Bericht nicht Technik, sondern Annahmen. Und planen Sie den Lauf ein: Weil jeder Bericht die vollständige Rechenkette durchläuft, lohnt es sich, zuerst die Eingaben abzuschließen und dann einmal auszugeben, statt eine halbfertige Gruppe mehrfach zu drucken.

Wo die Ausgabe im Gesamtablauf steht, zeigt die Programmablauf-Übersicht. Die Bewertung selbst beschreibt die Unterseite Wirtschaftlichkeitsrechnung, die fachlichen Hintergründe stehen unter Grundlagen › Wirtschaftlichkeitsrechnung, ausgearbeitete Fälle unter Beispiele.