Installation und Update › Installation

Diese Seite führt Schritt für Schritt durch die Erstinstallation von EPOS-Plan – vom Download über das Setup bis zu den Einstellungen, die nach dem ersten Start sinnvoll sind. Wer eine vorhandene Installation aktualisiert, folgt stattdessen der Seite Update. Die Hardware- und Softwarevoraussetzungen sind unter Systemvoraussetzungen zusammengestellt.

Inhalt dieser Seite

Vor der Installation

Halten Sie zwei Dinge bereit: Ihre Zugangsdaten für den Downloadbereich und Administratorrechte auf dem Rechner.

Auf einem Rechner, auf dem bereits eine ältere Fassung installiert ist, sichern Sie vorab das Programmverzeichnis und die Datenverzeichnisse. Eine Neuinstallation über eine bestehende Version hinweg ist nicht vorgesehen – dafür gibt es das Update.

Schritt 1: Installationspaket herunterladen

Melden Sie sich mit Benutzername und Kennwort an unserem Server an. Beide erhalten Sie mit der Rechnung oder auf Anfrage unter info@inekon.de. Wählen Sie im Benutzermenü den Bereich Downloads. Je nach Zugriffsrechten sehen Sie mehrere Kategorien; für EPOS-Plan sind die Kategorien EPOS-Plan und Update maßgeblich.

Für eine Erstinstallation laden Sie die Programmversion herunter. Das Paket ist als ZIP-Archiv abgelegt und enthält das Setup-Programm. Entpacken Sie das Archiv vollständig in einen lokalen Ordner, bevor Sie das Setup starten – ein Start direkt aus dem geöffneten ZIP-Archiv heraus führt regelmäßig dazu, dass mitgelieferte Dateien nicht gefunden werden.

Schritt 2: Setup ausführen

Starten Sie Setup.exe mit der rechten Maustaste über „Als Administrator ausführen”. Windows fragt gegebenenfalls nach einer Bestätigung durch die Benutzerkontensteuerung; da das Paket signiert ist, können Sie den Herausgeber INEKON im Dialog erkennen. Meldet der SmartScreen-Filter eine unbekannte Anwendung, wählen Sie „Weitere Informationen” und anschließend „Trotzdem ausführen”.

Das Setup führt durch vier Schritte: Bestätigung der Lizenzvereinbarung, Auswahl des Zielordners, Prüfung und gegebenenfalls Installation der Laufzeitkomponenten sowie die eigentliche Installation. Übernehmen Sie den vorgeschlagenen Zielordner, sofern Sie keinen zwingenden Grund für einen anderen Pfad haben. Wählen Sie einen abweichenden Ordner, achten Sie darauf, dass alle Benutzer dort Leserechte besitzen.

Fehlen Laufzeitkomponenten, installiert das Setup sie mit. Die Programmlaufzeit selbst ist im Installationspaket enthalten; nachinstalliert wird die Microsoft Edge WebView2 Runtime, auf der die neueren Dialoge und Ansichten von EPOS-Plan laufen. Der Rechner muss dafür kurzzeitig online sein.

Was das Setup einrichtet

Nach Abschluss finden Sie das Programm im Startmenü unter EPOS-Plan. Im Zielordner liegen die Programmdateien. Das Setup legt außerdem den Ordner %ProgramData%\EPOS_PLAN an und richtet ihn so ein, dass alle Benutzer des Rechners darin schreiben dürfen – nur so lässt sich die spätere Datenbank auch von einem zweiten Windows-Konto benutzen. Zusätzlich legt das Setup zwei Datenverzeichnisse an: gemeinsame Daten unter %ProgramData%\WP-Plan und benutzerbezogene Daten unter %LocalAppData%\WP-Plan. Dort landen unter anderem importierte Klimadaten, Zwischenspeicher und der lokale Hilfe-Cache.

Die Kenndaten-Datenbank selbst entsteht erst beim ersten Programmstart: EPOS-Plan kopiert die mitgelieferte Vorlage aus dem Ordner Vorlage des Programmverzeichnisses in den eben angelegten Datenordner – mit den Stammdaten und den Beispielprojekten – und prüft die Kopie, bevor es weiterstartet. Liegt dort schon eine Datenbank, etwa aus einer früheren Installation, rührt EPOS-Plan sie nicht an. Fehlt die Vorlage im Programmverzeichnis, nennt die Startmeldung beide Orte – wo die Datenbank erwartet und wo die Vorlage gesucht wurde – und das Programm startet nicht.

Die Kenndaten-Datenbank ist eine SQLite-Datei mit dem Namen Kenndaten.sqlite; eine weitere Komponente wird dafür nicht benötigt. Ordner und Dateiname zeigt Administration › Einstellungen (Voreinstellung: %ProgramData%\EPOS_PLAN und Kenndaten.sqlite); eine Änderung dort wirkt erst beim nächsten Programmstart. Benutzerbezogene Einstellungen – Ausgabepfade, Sprache, Zustimmung zur Lizenz und die Angaben zum Hilfe-Assistenten – speichert EPOS-Plan in der Registrierung unter HKEY_CURRENT_USER\Software\wp-plan. Sie bleiben bei einem Update erhalten und lassen sich durch Löschen dieses Schlüssels vollständig zurücksetzen.

Schritt 3: Erster Programmstart

Beim ersten Start zeigt EPOS-Plan die Lizenzvereinbarung mit den rechtlichen Hinweisen und der Liste der verwendeten Komponenten. Lesen Sie den Text und bestätigen Sie ihn; die Zustimmung wird benutzerbezogen vermerkt und beim nächsten Start nicht erneut abgefragt. Über Hilfe › Lizenz ist der vollständige Text jederzeit wieder abrufbar, dort auch zum Drucken und Speichern.

Anschließend öffnet sich das Hauptfenster mit der Startseite. Sinnvoll ist es, zunächst ein mitgeliefertes Beispielprojekt zu öffnen und einmal durchzurechnen – damit prüfen Sie in einem Zug den Datenbankzugriff, die Klimadaten und die Ergebnisdarstellung. Läuft die Simulation durch und erscheinen die Jahresganglinien, ist die Installation vollständig funktionsfähig.

Schritt 4: Grundeinstellungen

Drei Einstellungen lohnen sich gleich zu Beginn. Erstens der Ausgabeordner für CSV-Exporte: Er wird beim ersten Export abgefragt und danach gemerkt, lässt sich aber auch vorab setzen. Zweitens der Pfad zu VDI-3805-Datensätzen, falls Sie Herstellerdaten in diesem Format nutzen; ohne diesen Pfad stehen nur die mitgelieferten Kennfelder zur Verfügung. Drittens der Hilfe-Assistent.

Der Hilfe-Assistent beantwortet Fragen zur Bedienung in natürlicher Sprache. Er ist optional und benötigt einen eigenen Zugangsschlüssel, den Sie im Chatfenster unter „Einstellungen…” hinterlegen. Dort lässt sich auch ein Tageslimit für die Anzahl der Anfragen setzen; die Voreinstellung liegt bei 50 Anfragen je Arbeitsplatz und Tag. Ohne Schlüssel bleibt die Suche in der Hilfe uneingeschränkt nutzbar, sie arbeitet vollständig lokal. Übertragen werden ausschließlich Hilfetexte, Ihre Frage und die Angabe, in welcher Maske Sie sich befinden – keine Projekt-, Kunden- oder Simulationsdaten.

Datenablage und Datensicherung

In die Datensicherung gehören drei Orte: die Kenndaten-Datenbank (Voreinstellung %ProgramData%\EPOS_PLAN, den eingestellten Ort zeigt Administration › Einstellungen), das gemeinsame Datenverzeichnis unter %ProgramData%\WP-Plan und das benutzerbezogene Verzeichnis unter %LocalAppData%\WP-Plan. Damit sind Stammdaten, Projekte, importierte Klimadaten und eigene Kennfelder erfasst. Die Registrierungseinstellungen sind demgegenüber schnell wiederhergestellt und müssen nicht gesichert werden.

Schließen Sie EPOS-Plan, bevor Sie die Datenbank kopieren. Bei geschlossenem Programm genügt eine einfache Dateikopie von Kenndaten.sqlite. Liegen daneben noch Kenndaten.sqlite-wal und Kenndaten.sqlite-shm, ist das Programm noch nicht beendet oder war abgestürzt – eine Kopie wäre dann unvollständig. Kopieren, verschieben oder löschen Sie diese beiden Dateien niemals einzeln; sie gehören zur Datenbank. Muss im laufenden Betrieb gesichert werden, legt ein SQLite-Werkzeug mit dem Befehl VACUUM INTO eine in sich geschlossene Kopie an, ohne das Programm zu stören.

Sichern Sie vor größeren Eingriffen in die Stammdaten – etwa vor dem Import einer umfangreichen Herstellerdatenbank – eine Kopie der Datenbankdatei. Gelöschte Datensätze lassen sich innerhalb des Programms nicht zurückholen.

Mehrplatzbetrieb und Netzlaufwerke

EPOS-Plan wird als Einzelplatzlizenz überlassen; für mehrere Arbeitsplätze wird je Platz eine Lizenz benötigt. Jeder Arbeitsplatz führt dabei seine eigene Datenbank auf einem lokalen Laufwerk. Auf ein Netzlaufwerk gehört die Datenbankdatei nicht – auf Netzfreigaben arbeitet dieses Dateiformat nicht zuverlässig. Sollen Projekte zwischen Arbeitsplätzen ausgetauscht werden, ist der vorgesehene Weg der Projektexport als .wpx-Paket.

Mehrere Windows-Konten desselben Rechners können sich dagegen eine Datenbank teilen; das Setup richtet den Datenbankordner so ein, dass alle Benutzer darin schreiben dürfen. Gleichzeitiges Bearbeiten desselben Projekts ist auch dann zu vermeiden – eine echte Mehrbenutzer-Projektverwaltung ist nicht abgebildet.

Bei einer Installation über Softwareverteilung lässt sich das Setup unbeaufsichtigt ausführen. Die Laufzeitkomponenten sollten in diesem Fall vorab über die Verteilung bereitgestellt werden, weil ihre Installation Administratorrechte und einen Internetzugang benötigt.

Fehlersuche beim ersten Start

„Die Datenbank kann nicht geöffnet werden”

Prüfen Sie zuerst, ob die Datenbankdatei am eingestellten Ort liegt – Ordner und Dateiname zeigt Administration › Einstellungen, die Voreinstellung ist %ProgramData%\EPOS_PLAN\Kenndaten.sqlite. Meldet das Programm fehlende Schreibrechte, hat das angemeldete Konto kein Änderungsrecht am Datenbankordner; das lässt sich vom Administrator einmalig für den Ordner nachziehen. Liegen nach einem Absturz noch die Dateien Kenndaten.sqlite-wal und Kenndaten.sqlite-shm daneben, löschen Sie diese nicht von Hand – der nächste Programmstart räumt sie selbst auf.

Das Programm startet, aber Dialoge oder Ansichten bleiben leer

Dann fehlt die Microsoft Edge WebView2 Runtime. Die Programmlaufzeit selbst ist im Installationspaket enthalten und muss nicht getrennt installiert werden; die WebView2-Laufzeit installiert das Setup nach, wofür der Rechner kurzzeitig online sein muss. Sie lässt sich jederzeit nachträglich einrichten – im Zweifel hilft der Support weiter.

Einstellungen oder Exporte werden nicht gespeichert

Dann fehlen Schreibrechte im gewählten Zielordner. Legen Sie Exporte in einem Verzeichnis unterhalb Ihres Benutzerprofils ab oder lassen Sie die Rechte für das Programmverzeichnis anpassen. Für den laufenden Betrieb sind sonst keine erhöhten Rechte erforderlich.

Klimadaten oder Ortssuche funktionieren nicht

Beides benötigt eine Internetverbindung. In Netzen mit Proxy oder strenger Firewall müssen die Adressen des europäischen Strahlungsdatendienstes PVGIS und des Ortsverzeichnisses freigegeben sein. Alle Berechnungen laufen ausschließlich lokal; ohne Internet arbeiten Sie mit den bereits importierten Klimadaten weiter.

Deinstallation

EPOS-Plan wird über die Windows-Einstellungen unter Apps entfernt. Dabei fragt die Deinstallation einmal nach, ob auch die Datenbank unter %ProgramData%\EPOS_PLAN samt dem Sicherungsordner DB-Backup gelöscht werden soll; die Voreinstellung ist Nein. Dieser Ordner gehört allen Windows-Konten des Rechners gemeinsam – ein bestätigtes Ja löscht also auch die Projekte der anderen Konten mit, und dafür gibt es keinen Rückweg. Die beiden Datenverzeichnisse und die Registrierungseinstellungen bleiben in jedem Fall erhalten, damit eine spätere Neuinstallation auf Ihre Daten zugreifen kann. Sollen auch diese verschwinden, löschen Sie nach der Deinstallation die Ordner %ProgramData%\WP-Plan und %LocalAppData%\WP-Plan sowie den Registrierungsschlüssel HKEY_CURRENT_USER\Software\wp-plan. Die Laufzeitkomponenten werden nicht mitentfernt, da andere Programme sie nutzen können.

Wenn es klemmt

Im Rahmen des Wartungsvertrags erreichen Sie uns werktags von 9 bis 16 Uhr unter +49 711 9959 826 50 oder per E-Mail an info@inekon.de. Halten Sie bitte Kundennummer, Windows-Version, Office-Version und die EPOS-Plan-Version bereit – letztere finden Sie im Programm unter Hilfe › Version. In hartnäckigen Fällen bieten wir eine Fernwartung über TeamViewer an. Weitere Antworten stehen in den Fragen und Antworten sowie in der Dokumentation.