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  • Erstellungsdatum 4. August 2026
  • Zuletzt aktualisiert 10. August 2026

Drucklulft Leckage Abschätzung Vorlage 2026

Version 3.1, Stand 08/2026. Alle Berechnungsblätter greifen auf ein zentrales Annahmenblatt zu: spezifischer Leistungsbedarf der Drucklufterzeugung, Strompreis, Betriebszeiten, CO₂-Faktor, Netzdruck, physikalische Konstanten nach DIN 1343 und die Bewertungsschwellen. Die Referenzwerte sind belegt – Energiebedarf der Drucklufterzeugung nach der Kampagne „Druckluft effizient" (Fraunhofer ISI / dena / VDMA), Strompreis nach BDEW-Strompreisanalyse, Emissionsfaktor nach Umweltbundesamt.

Methode 1 – Druckbehälterentleerung. Druckabfallmessung bei abgeschaltetem Kompressor und abgesperrten Verbrauchern. Neben der klassischen isothermen Näherung V̇_L = V · (p_A − p_E) / (p_amb · t) rechnet die Mappe temperaturkorrigiert über das ideale Gasgesetz; überschreitet der Temperatureinfluss 5 %, weist sie den korrigierten Wert als maßgeblich aus. Eine Referenzmessung des Erzeugungsnetzes wird automatisch abgezogen, sodass die effektive Leckage des Verbrauchernetzes übrig bleibt. Das Speichervolumen lässt sich aus Leitungslänge und Innendurchmesser nebenrechnen und zusätzlich über den Befüllvorgang plausibilisieren; ein optionales Druckverlaufs-Protokoll nimmt den zeitlichen Verlauf auf.

Methode 2 – Kompressor-Lastlaufzeit. In produktionsfreier Zeit deckt die Lastlaufzeit nur noch die Leckagen. Empfohlen sind mindestens 15 Minuten beziehungsweise fünf Lastspiele. Bei drehzahlgeregelten Kompressoren ist statt der Lastlaufzeit die tatsächlich geförderte Luftmenge anzusetzen. Das Ergebnisblatt stellt beide Methoden gegenüber und warnt bei einer Abweichung über ±20 %.

Leckage-Kataster. Geortete Einzelleckagen, etwa per Ultraschall, werden mit Loch-Durchmesser und Betriebsdruck erfasst. Oberhalb von rund 0,9 bar Überdruck herrscht im engsten Querschnitt Schallgeschwindigkeit; der Massenstrom folgt deshalb der isentropen Düsenströmung ṁ = α · A · p_abs · C* / √T. Je Leckage werden Verlust, Priorität und Amortisation der Reparatur ausgewiesen, getrennt nach offen und behoben.

Überwachung. Wiederkehrende Kurzmessung unter den Bedingungen der Referenzmessung, mit Toleranzband und Eingriffsgrenze für die Trendkontrolle nach der Sanierung.

Bewertung. Leckagerate als Anteil am Nennvolumenstrom: bis 5 % gilt ein Netz als gut gewartet, über 10 % als sanierungsbedürftig. In ungewarteten Netzen sind 20–40 % üblich.

Ein vollständig ausgefülltes Beispiel mit fiktiven Daten liegt auf einem eigenen Blatt.

Blätter: Anleitung, Annahmen, Ergebnis, Druckbehälterentleerung, Kompressorlaufzeit, Leckagen, Überwachung, Beispiel.